Edelsteine

Die exquisiten Farben der Edelsteine, das virtuose Spiel des Lichts in ihren Facetten wären allein Grund genug, sie als Kleinodien zu schätzen. Mehr noch aber bestimmen die ausserordentliche Seltenheit und Härte ihren Wert. Aufgrund ihrer natürlichen Schönheit und Widerstandsfähigkeit hat man Edelsteinen schon früh übernatürliche, magische Kräfte zugesprochen, und um manche Steine ranken sich jahrhundertealte Legenden.

Es gibt mehr als 3000 verschiedene Minerale, von denen jedoch nur rund 50 als Edelsteine bezeichnet werden. Die Anzahl unterliegt ständigen Schwankungen, da immer neue Varietäten entdeckt werden und die Welt der Schmucksteine in besonderer Weise den Launen der Mode ausgesetzt ist. Um die Bezeichnung „Edelstein“ zu verdienen, muss ein Mineral vor allem überragende ästhetische Qualitäten aufweisen. Ausserdem muss ein Schmuckstein widerstandsfähig sein, hart genug, um ständig getragen zu werden, ohne Kratzer oder andere Schäden davonzutragen. Und natürlich muss er selten sein, denn nur das bedingt seinen hohen Marktwert.

Da die Edelsteine meistens sehr kleine Schönheiten sind, wägt man sie seit Jahrhunderten in einer eigens für sie geschaffenen, feineren Gewichtseinheit als dem Gramm. Das metrische Gramm wird aufgeteilt in 5 Carat (ct), das heißt: 1 Carat entspricht 0,2 g. Um eine Verwechslung mit der Feingehaltsangabe bei Edelmetallen (Karat oder K) zu vermeiden, schreibt man die Abkürzung immer mit kleinem c.