Nachhaltigkeit und unsere Verantwortung
gegenüber Mensch und Natur, ohne Verzicht auf Ästhetik
Nachhaltigkeit ist in der Schmuckbranche längst kein Nischenthema mehr. Wo früher allein Karat und Glanz zählten, fragen Kunden heute immer häufiger:
«Woher kommt das Gold, und unter welchen Bedingungen wurde der Edelstein abgebaut?»
Die Gewinnung von Edelmetallen und Edelsteinen ist traditionell mit hohen ökologischen und sozialen Kosten verbunden. Nachhaltige Schmucklabels setzen daher auf:
Fairtrade Gold
Dieses Gold stammt aus kleingewerblichen Minen, die strenge Sicherheitsstandards einhalten, Kinderarbeit ausschliessen und faire Löhne zahlen.
Recyceltes Gold
Um den Neuabbau (und die damit verbundene Cyanid-Laugung) zu vermeiden, ist die Wiederaufbereitung bereits vorhandener Materialien bei vielen Rohstoffen heute selbstverständlich und wird auch beim Gold als die sinnvollste und ehrlichste Lösung erachtet.
Konfliktfreie Diamanten
Durch den Kimberley-Prozess wird versucht, den Handel mit «Blutdiamanten» zu unterbinden, wobei Kritiker heute oft noch strengere Herkunftsnachweise fordern.
Leidenschaft im Detail – Herkunft der Materialien im Blick!
Olivia Schaffner
Jonathan Kihm
Oekogold ist ein Thema, das in der Schmuckbranche und bei Anlegern immer mehr an Bedeutung gewinnt. Während herkömmliches Gold oft mit schweren Umweltbelastungen und problematischen Arbeitsbedingungen verbunden ist, bietet Oekogold eine verantwortungsbewusste Alternative. Hierbei wird Gold aus bestehenden Quellen, wie altem Schmuck und Zahngold eingeschmolzen und neu aufbereitet.
Vorteil: Es muss kein neues Erz abgebaut werden, was die Landschaft schont und den CO2-Fussabdruck massiv senkt.
Fakt: Die Gewinnung aus Recyclingmaterial verbraucht bis zu 99% weniger Ressourcen als der primäre Bergbau.
Die Responsible Jewellery Council ist die weltweit führende Organisation zur Standardisierung und Zertifizierung der gesamten Lieferkette für die Schmuck- und Uhrenbranche. Das RJC steht für Transparenz, Vertrauen und Ethik.
Code of Practices (COP):
Dies ist der Pflichtstandard für alle Mitglieder. Er definiert verantwortungsvolle Geschäftspraktiken in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Bergbau-Ethik. Wer hier zertifiziert ist, beweist, dass sein Unternehmen nach höchsten moralischen Standards geführt wird.
Chain of Custody (CoC):
Dieser Standard geht noch einen Schritt weiter. Er zertifiziert die Lieferkette. Damit wird sichergestellt, dass die verwendeten Materialien (wie Gold oder Platin) nicht nur ethisch gewonnen, sondern auch über jeden Verarbeitungsschritt hinweg konfliktfrei und rückverfolgbar bleiben.
Für unsere Lieferanten ist die Mitgliedschaft im RJC mehr als nur ein Zertifikat an der Wand – es ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Es zeigt, dass Luxus und Verantwortung keine Gegensätze sind, sondern die Basis für ein modernes, zukunftsfähiges Handwerk bilden.

